Wer als Investor oder künftiger Betreiber einen Großspeicher errichten lässt, vertraut auf die Expertise von Planern und Errichtern, die schon mehrere Projekte umgesetzt haben. Diese kombinieren oft preisgünstige Komponenten wie Transformatoren, Wechselrichter, Batterien und Parkregler, um die Investitionsausgaben (CAPEX) möglichst niedrig zu halten. Doch wie sichert sich der Investor so ab, dass das Werk auch langfristig eine gute Performance liefert und nicht nur am Tag der Inbetriebnahme? Wie misst er die Round-Trip-Effizienz und wann liegt ein Garantiefall vor?
In diesem pv magazine Webinar Plus wollen wir genau diese Fragen erörtern und haben dazu Christian Binder und Andreas Kleefisch eingeladen.
Christian Binder ist unabhängiger Gutachter bei Senergy365 mit dem Fokus Energiemanagement und Batteriespeicher. Er hat im Auftrag von Betreibern Großspeicher geprüft und findet oft funktionale Probleme. „Sowohl auf der Investorenseite als auch bei den EPCs sind oft Unternehmen zu finden, die viel Erfahrungen in der Photovoltaik haben. Auf Batteriespeicher lässt sich das aber nur bedingt übertragen“, sagt er. So gebe es keine anerkannte Methodik für Site Acceptance Tests (SAT) oder Factory Acceptance Tests (FAT), jeder Hersteller hat seine eigenen Protokolle. Außerdem seien FATs alleine nur wenig aussagekräftig, wenn die Anlage aus verschiedenen Komponenten erst auf der Baustelle zusammengesetzt werde. Es gilt das Systemverhalten des Gesamtsystems zu validieren.
Anwalt Andreas Kleefisch beschäftigt sich seit vielen Jahren unter anderem mit der Durchsetzung von Garantie- und Gewährleistungsansprüchen. Das sei aber nur dann möglich, wenn die Bedingungen genau formuliert und zum Beispiel Messpunkte und Messverfahren Teil des Vertrags sind. Kleefisch und Binder werden erläutern, wie Verträge zwischen Investor/Betreiber, EPC und Herstellern so abgeschlossen werden, dass das Projekt mit belastbaren und rechtssicheren Tests finalisiert und in Betrieb genommen werden kann. Insbesondere für die Performancegarantie sei es darüber hinaus wichtig, die Messtechnik dauerhaft zu verbauen. Damit könne eine belastbare Baseline festgelegt und in Abständen nachgemessen werden.
Profitieren Sie von der Erfahrung der Experten und stellen Sie Ihre Fragen auch live im Webinar.
Inhalt:
• Definieren von Kennzahlen anhand des geplanten Speicherbetriebs
• Was ist wichtig?
• Thermisches Lastverhalten, RTE, dynamisches Betriebsverhalten, SOC Accuracy
• Bestimmung der vermarktbaren BESS-Energiemenge als Baseline
• Festlegen eines geeigneten Testschemas
• Messtechnik, Testzeiten, Inbetriebnahmeprotokolle
• Was kann, was sollte der Hersteller/Errichter garantieren? Faire Aufteilung von Risiken
Preis
Frei
Sprache
Deutsch
Wer kann teilnehmen
Passwortgeschützt
Einwahl verfügbar? (nur zuhören)
Ja
Einwahlnummer
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Veranstaltet von pv magazine Events
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Cornelia Lichner schreibt seit 2008 für das pv magazine Deutschland und berichtet regelmäßig über eine breite Themenpalette mit Fokus auf innovativen Konzepten zur Sektorenkopplung. Darüber hinaus organisiert sie Webinare und verfasst Podcasts.